Wie klein ist ein Atom?

atom

Modell eines Atoms. Bild: maxresdefault

Das Atome verdammt klein sind, ist allseits bekannt. Man kann das Verhältnis zwar bildlich darstellen, doch ebenso wie mit überdurchschnittlichen Größen (bsp. ein Lichtjahr) ist unser Verstand auch für die Vorstellung etwas derartig kleinem nicht ausgelegt. Unser Gehirn ist es gewohnt, Alltagsgrößen zu erfassen. Alles was sehr viel größer oder eben kleiner als unser alltägliches Umfeld ist, wird schwer begreifbar.

Doch versuchen wir trotzdem, das Ganze anhand eines Beispiels zu veranschaulichen: Gehen wir mal von einem Millimeter aus – also etwa der Größe von Reiskörnern. Die kann man noch ohne Mühe mit bloßem Auge sehen. Versuchen wir in unserer Vorstellung jetzt noch einmal, ein solches Reiskorn in 1.000 gleiche Teile aufzuteilen. Jedes dieser Reis-Teilchen misst dann folglich etwa ein Tausendstel Millimeter (auch Mikrometer genannt). Die Winzlinge haben nun etwa die Ausmaße von Bakterien und sind nur grade noch mit dem Lichtmikroskop erkennbar, besser natürlich mit dem Elektronenmikroskop.

Doch Atome sind noch viel kleiner – im Vergleich zu Atomen sind Mikroben Riesen!

Wenn wir einen der Reissplitter im Mikrobenformat noch mal in 1.000 gleiche Teilchen zerlegen könnten, dann stoßen wir zu einer neuen Längeneinheit vor: Dem Nanometer. Größere Moleküle, etwa Eiweiße, haben Durchmesser von rund 50 Nanometern. Um unsere gedankliche Reise zu den Atomen fortzusetzen, müssen wir einen der Nano-Splitter unseres Reiskorns noch mal zerteilen, und zwar in zehn gleiche Teile! Das Ergebnis – 0,1 Nanometer – entspricht dann fast dem Durchmesser eines Wasserstoffatoms.

Wer es lieber mit vielen Nullen mag – Wasserstoff-Atome, also die einfachsten Atome überhaupt, haben entsprechend dem Bohr’schen Atommodell einen Durchmesser von 0,000 000 000 106 Meter. Angenommen, die schier endlose Zerteilung des Reiskorns wäre wirklich möglich: Würden wir dann auf so etwas wie „Reis-Atome” stoßen? Natürlich nicht! Atome sind nur die kleinsten Teile bestimmter Stoffe, nämlich der chemischen Elemente, zu denen später noch etwas gesagt wird.

Über stellariumblog

Stellariumblog ist ein Info-und Newslog. Ich versuche, die oftmals komplizierte und unübersichtliche Fülle an Informationen und Wissen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, mit diesem Blog so viele Menschen wie möglich von der Astronomie zu begeistern. Natürlich versuche ich, täglich die wichtigsten News aus den Bereichen Astronomie, Astrophysik und vergleichbaren Wissenschaften zu bloggen, ich bin allerdings Berufstätig und habe leider nicht jeden Tag ein bis zwei Stunden Zeit – seid also bitte etwas nachsichtig falls ich nicht immer alles als erster poste ;) Ich freue mich immer über positive Bewertungen, aber auch über konstruktive Kritik sowie Vorschläge und/oder Hinweise auf mögliche Fehler (ich bin auch nur ein Mensch). Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß in meinem Blog.
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2 Antworten zu Wie klein ist ein Atom?

  1. kinder unlimited schreibt:

    toll erklärt !

    Gefällt 1 Person

  2. Das Smamap schreibt:

    Ja, der Mensch ist tatsächlich nur für Alltagsgrößen geschaffen. Vermutlich von daher, weil nur das etwas war, womit er es 100.000 de von Jahren zu tun hatte, als es darum ging, zu überleben.
    Für alles andere, wurde er mit Gedankenkraft ausgestattet.
    Die allerdings basierte ebenfalls auf den Grenzen der Realität.
    Wozu auch was anderes, denn der Mensch musste mit seinen Energien haushalten, um zu überleben. Wozu also sollte das System Mensch Energie für etwas verbraten, was in nicht einen mm vorwärts brachte.
    Und so bleibt es für den Menschen äußerst schwer vorstellbar, wie das Universum zu Beginn aller Zeit aus dem „Nichts“ entstanden sein soll. Also aus einem Zustand, zu dem nicht einmal Zeit und Raum existierten.

    Gefällt 1 Person

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