Gedankengänge und der „Matrix-Effekt“

Bild: nocoocie

Je weiter man in die Welt der Wissenschaft, der Astronomie und der Physik eintaucht, umso mehr hat man das Gefühl, sich in einer Scheinwelt zu befinden. So viele Dinge spielen sich für uns im Verborgenen ab, so das wir nur den kleinsten Teil der Vorgänge im Universum wirklich bewusst wahrnehmen können. Wenn man sich nicht intensiv mit diesen Themen beschäftigt, fällt einem gar nicht auf, dass sich überall um einen herum, im kleinsten, faszinierende Dinge abspielen und sich im Größten – dem Universum – noch viel fantastischere Dinge zutragen. Sterne und Planeten, Atome, Licht und Zeit interessieren die meisten schon seit frühester Kindheit, doch so richtig damit befassen tun sich dann später die wenigsten. Doch wer es darauf ankommen lässt, durchlebt eine Phase des Erwachens und der Erkenntnis, die so rein gar nichts mit Esoterik oder Übersinnlichem zu tun hat, sondern einfach wachsende Faszination für die Schönheit der Natur der Dinge darstellt. Diese Phase nenne ich gerne den „Matrix-Effekt“, da Neo im Film Matrix eine ähnliche Phase wachsender Erkenntnis durchmachte, als er erfuhr, dass die ganze, bekannte Welt, nur ein Hologramm in unserem Kopf ist. Diese Metapher fand ich daher recht passend.

Es kann wie eine Droge sein, immer mehr Wissen in sich aufzunehmen, wie ein riesiges Puzzle, dass sich langsam im Kopf zusammensetzt. In der Physik und der Astronomie kann man Ruhe und Ablenkung finden und ich wünsche mir sehr, dass ich durch diesen Blog ein klein wenig dazu beitragen kann, dass sich auch andere für diese Dinge zu interessieren beginnen. Im großen Betrachtet wird auch die Forschung auf diesen Gebieten viel schneller voran gehen, je mehr Menschen sich damit befassen, denn hundert Köpfe denken mehr als nur einer. Vielleicht geht meine Euphorie dem Thema gegenüber auch etwas zu weit, doch ich bin mir sicher, viele Menschen hätten erheblich weniger Probleme, wenn sie versuchen würden, das große Ganze zu sehen, anstatt nur das eigene Kleine. Im vergleich zu der unglaublichen Größe des ganzen, erscheinen so manche „irdischen“ Probleme gleich gar nicht mehr so groß.

Mich würde interessieren, was ihr so darüber denkt. Ob ihr ähnlicher Meinung seid, oder ich einfach nur meinen „Gedankengängen“ gefolgt bin, die mich in eine völlig falsche Richtung gebracht haben.

Grüße, euer Chris

Über stellariumblog

Stellariumblog ist ein Info-und Newslog. Ich versuche, die oftmals komplizierte und unübersichtliche Fülle an Informationen und Wissen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, mit diesem Blog so viele Menschen wie möglich von der Astronomie zu begeistern. Natürlich versuche ich, täglich die wichtigsten News aus den Bereichen Astronomie, Astrophysik und vergleichbaren Wissenschaften zu bloggen, ich bin allerdings Berufstätig und habe leider nicht jeden Tag ein bis zwei Stunden Zeit – seid also bitte etwas nachsichtig falls ich nicht immer alles als erster poste ;) Ich freue mich immer über positive Bewertungen, aber auch über konstruktive Kritik sowie Vorschläge und/oder Hinweise auf mögliche Fehler (ich bin auch nur ein Mensch). Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß in meinem Blog.
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2 Antworten zu Gedankengänge und der „Matrix-Effekt“

  1. Master B schreibt:

    Also mich würde jetzt eher interssieren ob rot oder blau? 😀

    Gefällt 1 Person

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