Was ist das "anthropische Prinzip"?

Ja ich weiß, viele denken jetzt „hat er mal wieder ein Thema aus „The Big Bang Theory“ aufgeschnappt. Tatsächlich ist dieses Thema in der allerseits beliebten Fernsehserie rund um Sheldon, Leonard und den anderen Nerds aufgetaucht. Doch stecken hinter dem anthropischen Prinzip tatsächlich einige sehr interessante Aspekte, die zu erwähnen sich hier durchaus lohnen.

Auch diese Bezeichnung leitet sich mal wieder aus dem Altgriechischen anthropos ab und bedeutet schlicht „Mensch“. Das anthropische Prinzip hat eine recht simple Formulierung:

„Wir sehen das Universum so, wie es ist, weil wir hier sind, um es zu sehen“

Universum
Wieso können wir das Universum beobachten? Bild: doubleslash

In dieser Aussage steckt eine gute Portion Philosophie, wie in allem, was sich nicht hieb- und stichfest beweisen lässt. Also philosophieren wir ein wenig über dieses Thema: Wozu trifft man eine derartige Aussage? Ganz einfach, weil die Beschaffenheit des Universums, das Zusammenspiel von Raum und Zeit und der Grund, wieso wir überhaupt existieren, essentiell für uns ist. Unsere Intelligenz (oder zumindest das, was wir als solches definieren) verlangt es uns seit jeher ab, einen Sinn hinter unser Existenz zu suchen. Mit zunehmenden Erkenntnissen in der Kosmologie haben wir mittlerweile gelernt, diese Frage auszuweiten. Nun wollen wir nicht mehr nur wissen, wieso es uns Menschen gibt, sondern zusätzlich, wieso es uns in diesem Universum gibt, wieso das Universum überhaupt existiert und ob es nicht noch Myriaden anderer Universen gibt, in denen wir existieren könnten. Unser Verstand verlangt nach einer allumfassenden Erkenntnis, einer Universal-Theorie oder einer „Weltformel“, die alles was wir sehen, messen und fühlen können bis ins kleinste Detail erklärt.

Natürlich gibt uns auch das anthropische Prinzip keine Antworten darauf, es besagt lediglich, dass das beobachtbare Universum nur deshalb beobachtbar ist, weil es alle Eigenschaften hat, die dem Beobachter ein Leben ermöglichen. Wäre es nicht für die Entwicklung bewusstseinsfähigen Lebens geeignet, so wäre auch niemand da, der es beschreiben könnte.

Selbstredend gibt es, ähnlich wie bei vergleichbaren Aussagen, viele verschiedene Auslegungen und Anwendungsmöglichkeiten, doch im Prinzip zielen alle auf die gleiche Kernaussage ab. Wer sich gerne eingehender mit den verschiedenen Varianten auseinandersetzen möchte, für den habe ich hier den sehr umfangreichen und gut gepflegten Wikipedia-Eintrag verlinkt. Es ist sehr interessant und lohnt sich definitiv, es zumindest einmal zu überfliegen. Vielleicht kommt dem einen oder anderen ja ein Geistesblitz, um ein paar grundlegende Geheimnisse des Universums zu lüften 🙂

Quellen:

Wikipedia

Lexikon der Astrophysik

Über stellariumblog

Stellariumblog ist ein Info-und Newslog. Ich versuche, die oftmals komplizierte und unübersichtliche Fülle an Informationen und Wissen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, mit diesem Blog so viele Menschen wie möglich von der Astronomie zu begeistern. Natürlich versuche ich, täglich die wichtigsten News aus den Bereichen Astronomie, Astrophysik und vergleichbaren Wissenschaften zu bloggen, ich bin allerdings Berufstätig und habe leider nicht jeden Tag ein bis zwei Stunden Zeit – seid also bitte etwas nachsichtig falls ich nicht immer alles als erster poste ;) Ich freue mich immer über positive Bewertungen, aber auch über konstruktive Kritik sowie Vorschläge und/oder Hinweise auf mögliche Fehler (ich bin auch nur ein Mensch). Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß in meinem Blog.
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