Transneptunische Objekte ordnen sich in zwei Gruppen

Transneptunobjekte
Foto: © ESA /Herschel / PACS / SPIRE; M. Rengel und P. Lacerda (Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung), T. Müller (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik) und das Herschel „TNOs are Cool” Team.

Größen und Farben von 132 Transneptunobjekten

Mit dem europäischen Weltraumteleskop Herschel wurden mehr als 100 transneptunische Objekte (TNO) beobachtet, die jenseits des äußersten Planeten Neptun ihre Bahnen ziehen. Bei der Beobachtung im Infraroten zeigt sich, dass sich die TNOs in zwei Gruppen mit unterschiedlicher Helligkeit und Farbe gliedern. Eine von ihnen wirft nur rund fünf Prozent des auftreffenden infraroten Sonnenlichts zurück und erscheint in ihren Spektren neutral. Sie sind hier als weiße Kugeln dargestellt. Die große Mehrzahl der untersuchten Objekte wirft dagegen um die 15 Prozent des Sonnenlichts zurück und zeigt sich im Spektrum deutlich rot betont. Sie sind hier in rötlichen, braunen und orangen Farbtönen wiedergegeben. Die Durchmesser der TNOs variieren von rund 2400 Kilometern (Zwergplanet Eris) bis hinunter zu 50 Kilometer.

Unter den 109 beobachteten Objekten befanden sich auch die offiziell von der Internationalen Astronomischen Union anerkannten Zwergplaneten Eris, Pluto, Haumea und Makemake. Sie gehören alle der Gruppe mit den dunklen und weißen Oberflächen an. Die Größe der untersuchten Himmelskörper erstreckt sich von rund 2400 Kilometer bei Eris bis hinab zu Objekten mit Durchmessern um 50 Kilometer. In der beigestellen Grafik sind die TNOs nach Größe sortiert als Kugeln oder Ellipsoide abgebildet. Weiß steht hier für die Objekte mit im Infraroten dunklen und neutralen Oberflächen, die rötlichen Kugeln repräsentieren die hellen und roten Objekte. Es fällt auf, dass nur fünf der Objekte zur erstgenannten Kategorie gehören, darunter aber alle Zwergplaneten des äußeren Sonnensystems. Derzeit steht die Auswertung der Daten von Herschel noch ganz am Anfang und ist als vorläufig zu betrachten. Im Fall des Zwergplaneten Pluto werden wir gegen Mitte 2015 sehr viel detaillierte Informationen erhalten, wenn die US-Raumsonde New Horizons dicht an Pluto und seinen fünf Monden vorbeifliegt.

Quellangabe:

Originalarbeit: Lacerda, P. et al. In: Astronomical Journal Letters, eingereicht, 2014

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